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Spielanalyse 6. NLA Runde - 28. Juni 2008
Faustball Elgg konnte mit viel Verletzungspech nicht gegen Jona und Diepoldsau standhalten
Noch voller Zuversicht aber doch als klarer Aussenseiter startete Elgg an diesem sehr heissen Samstag
Nachmittag in die Partie gegen Jona. Weil Adrian Oettli aus privaten Gründen nicht an dieser Runde
teilnehmen konnte, spielte Ueli Rebsamen gleich von Beginn weg in der Mitte. Zudem hatte an dieser
Runde Res Rebsamen, der Jüngste aus der Familie Rebsamen, sein NLA Debut. Er begleitete das Team
vorerst als Auswechselspieler.
Der 1. Satz verlief sehr ausgeglichen. Die Elgger hatten sogar ein bisschen mehr vom Spiel, da Jona
ziemlich aufgeregt agierte. Schliesslich war das SSF auf Besuch und filmte zum erste Mal Jona und das
gleich noch vor heimischem Publikum. Diese Unsicherheiten im Team von Jona nützten die Elgger souverän
aus und konnten den 2. Satz nach verlorenem 1. Satz für sich entscheiden.
Bei einem kräftig geschlagenen des gegnerischen Angreifers
prellte sich aber Ueli Rebsamen unglücklich sein linkes Handgelenk und musste dieses
mit Tape einbandagieren. Aufgrund der lädierten Hand war die Zone zwischen der Mitte und Christof Kupper
als linker Verteidiger empfindlich und der Gegner konnte ein paar Mal schön an dieser Stelle punkten.
Wie sich später mittels Röntgen herausstellte, ist die Elle beim Handgelenkansatz enorm geprellt.
Im darauf folgenden Satz konnte Jona seine Nervosität auf die Seite legen und spielte wieder so auf, wie
man es von den St. Gallern gewöhnt ist. Mit sauberem Aufbauspiel konnte der Angreifer immer wieder einfach
bei den Elggern punkten. Im Gegenzug schlichen sich bei den Elggern wieder Fehler ein, die mehrheitlich
auf Unkonzentriertheit zurückzuführen sind. Dieser Satz ging klar an Jona und auch im entscheidenden Satz
kam das Fanionteam nicht wunschgemäss ins Spiel. Zudem verletzte sich der Captain Sascha Kägi nach einem
Hecht am Knie. Die Schmerzen waren zu stark und er musste sich auswechseln lassen. Dies bedeutete zugleich
die grosse Chance für Res Rebsamen, der seine erste NLA Partie spielen konnte und dies gleich noch vor solch grandioser
Kulisse (und Fernsehen). Auch Sascha Kägi röntgte nach dem Spiel das Knie und es stellte sich heraus, dass die
Kniescheibe eine starke Prellung aufwies, was vor allem bei sprungartigen Bewegungen sehr schmerzhaft ist.
Von dem her muss man sagen, dass sowohl Sascha Kägi wie auch Ueli Rebsamen Glück im Unglück hatten.
Natürlich war die Hypothek des Ausfalls unseres Captains zu gross und Elgg war folglich in der Defensive zu einfach
überwindbar. Eine weitere Niederlage war die logische Folge dieser unglücklichen Konstellation.
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Im zweiten Spiel gegen Diepoldsau musste man so weiter spielen, wie man gegen Jona
aufhörte, da Elgg keine weiteren Auswechselspieler zur Verfügung standen. Doch auch in der neuen
Konstellation konnte Elgg sehr gut mit dem Gegner mithalten. Fast identisch zum ersten Spiel hatte
Elgg im 1. Satz mehr vom Spiel, verlor diesen Satz dennoch. Den 2. Satz konnten die Zürcher
aber wieder gewinnen und das Spiel stand weiterhin offen. Mittlerweile stellte sich der Gegner auf die Schlagbälle
von Dominic Bächlin ein und spielten im Gegenzug vermehrt auf Res Rebsamen. Trotz ein paar schönen
Abwehraktionen war er ein guter Punktelieferant für Diepoldsau. Selbstverständlich darf man von einem
15 Jährigen auch nicht erwarten, dass er alle Angriffsbälle von einem Nationalspieler erfolgreich
abwehren kann.
Leider lies im Verlauf des Satzes zusätzlich der Druck am Schlag der Elgger nach und obwohl
Diepoldsau alles andere als Souverän auftrat, konnte das Spielzepter nie in die Hand genommen werden.
Auch das Anspornen durch Toni Rebsamen, nochmals alles zu geben, fruchtete nicht mehr richtig.
Wie im Spiel gegen Jona verlor man auch diese beiden Sätze und das Spiel 3:1.
Schlussendlich kann man sagen, dass die Abwehr aufgrund der Ausfälle und Verletzungen auf diesem Niveau nicht
genügte, um die nötige Stabilität ins Spiel zu bringen. Im 2. Spiel schlichen sich dann auch viele
Fehler beim Angreifer ein. Die Hitze und die vielen Laufwege wegen des tiefen Bodens kosteten zu viel
Substanz, um die an der Tabellenspitze spielenden Joner und Diepoldsauer schlagen zu können.
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